Freitag, 5. August 2016

Mein virtuelles Freundebuch #2 [Katie von Katiela]

Katie von Katiela kenne ich nun eigentlich schon bald ein Jahr. Kennengelernt haben wir uns über Julia von KreativlaborBerlin beim Probenähen der Krawatte Arne, ein Team, in welchem wir beide noch agieren. Weiter ging es mit uns bei Goldkrönchen, und so arbeiteten wir immer wieder zusammen, bis Katie ihr eigenes Team aufbaute und mich direkt dazusteckte. Das war Anfang des Jahres. Manchmal geht es schnell mit der Sympathie. Mittlerweile haben wir gemeinsam Ideen ausgeheckt und uns auch schon in der Realität gesehen. Und immer noch mögen wir uns, wir wurden also nicht getäuscht. Wir sprechen nicht nur über das Nähen, Plotten, Applizieren, sondern auch über Persönliches, was ich sehr an ihr schätze. Und was ich auch schätze: dass wir uns noch öfters sehen, denn mein Bruder zieht ganz in ihre Nähe! Ich freue mich auf die weitere Zeit! Lassen wir nun Katie sprechen!


1. Seit wann nähst du? Plottest du? Und wie kam es dazu?
Ohje, ich war schon immer so ein Handarbeitskind… Meine Oma hat mir schon früh das Fingerstricken gezeigt, dann kam das normale Stricken dazu und in der Waldorfschule wird das alles ja sehr gefördert. Komischerweise war da Nähen für mich noch uninteressant. Das ging dann mit 15, mehr schlecht als recht, selber los. Richtig aktiv und mit Erfolgserlebnissen nähe ich seit 2 Jahren. Ende letzten Jahres kam dann meine Ovi dazu und jetzt im Januar mein Plotter! :)

2. Welches ist deine erfolgreichste Datei / dein erfolgreichster Schnitt?
Ihr steht wahnsinnig auf die Lieblingsfamilie. Außerdem läuft „Das ist Feenstaub, kein Dreck!“ (meine allererste erstellte Datei) und die neugierigen Tierchen sehr gut. Als fertiges Bügelbild, habt ihr Babypower am liebsten.


3. Wie lange benötigst du für das Entstehen eines Schnittes? Wie viel Zeit steckt dahinter und wie ist die Entstehungsgeschichte?
Wochen! Ungelogen. Bevor ich was anfange, habe ich es erst Wochen im Kopf, teilweise auch unbewusst. Und dann muss die Muse und die Zeit da sein, dann wird es umgesetzt. Direkte Arbeitszeit kann ich schwer abschätzen. Meine abendliche Meditation besteht aus zeichnen. Ich habe eine ganze Kiste voll mit Skizzen. Manche leider nicht so gut wie ich es möchte. Dann sitze ich ne Weile am digitalisieren.  Und natürlich das Probeplotten, da vergeht die Zeit wie im Flug, weil ich so Spaß mit den Testerinnen habe. Schnitte brauchen mehr Arbeitszeit und mindestens ein einsames Wochenende. Da kann ich keine Störung brauchen.

4. Welchen Schnitt / welche Datei von dir nähst / plottest du am liebsten?
Eindeutig die die Blumenträume! :) Aber die Rockabilly-Serien mogeln sich gerade vorbei.


5. Worauf achtest du besonders bei den Auswahlskriterien von Probenäher / Probeplotter? Wieso bin ich z. B. dabei?
An sich bin ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, daher suche ich mir immer jemanden aus, von dem ich denke, mit dem könntest du auch nen Nachmittag im Café sitzen. Aus beruflicher Sicht achte ich auch sehr auf die Bilder, gute Ausleuchtung, nichts abgeschnitten usw. Und ganz wichtig sind mir die Ideen!
Und genau aus diesen Gründen bist du dabei! :) Vom ersten Bewerben einfach das Gefühl gehabt, die passt zu mir und meinen Dateien. Also festhalten! :)

6. Hast du einen anderen Beruf gelernt?
Naja ich habe Mediengestalterin Print mit der Fachrichtung „Gestaltung und Technik“ gelernt. Klingt dolle oder? :) Eigentlich mache ich vor allem Werbung. Viel im Kundenkontakt, wir sind ein Familienunternehmen, und vor allem von der Idee, über die Realisierung, bis hin zum fertigen Druck. Daher passt das für mich ganz gut zusammen. Ob man ein Schnittmuster liest oder die Stanzform einer Verpackung, da sehe ich kaum Unterschiede.


7. Wie sieht deine familiäre Situation aus? Wo wohnst du, mit wem?
Wie gesagt, im Familienbetrieb. Ansonsten wohne ich in einem Minidorf am Bodensee. Momentan noch alleine in meiner Wohnung, aber das ändert sich bald. Dann zieht mein Freund zu mir und ein Kätzchen darf auch noch bei mir einziehen.

8. Welche Pläne hast du für deine Zukunft?
Pläne liebe ich, aber für die Zukunft… ich bin lieber ein Blatt im Wind. Aber ich möchte mich weiter so kreativ austoben können. Mir macht das mit dem Blog einfach viel Spaß. Aber wohin es mich verschlägt, das will ich noch gar nicht wissen. Ist doch so viel spannender.

9. Was bedeutet "glücklich sein" für dich?
Glücklich sein… es gibt vieles, was mich glücklich macht. Manchmal reicht die schöne Stimmung draußen oder eine kleine Blume, die mir besonders gefällt. Glücklich sein heißt für mich, die Kleinigkeiten um mich herum genießen, vielleicht die Füße im See, ein Buch auf dem Schoß und in eine andere Welt eintauchen.

10. Was wünschst du dir von der Nähwelt?
Von der Nähwelt wünsche ich mir Freundlichkeit, Fairness und Hilfsbereitschaft. Auch kleinen Blogs oder Leuten ohne Blogs gegenüber. 
Habt euch gern, wir alle lieben unser Hobby! :)



Danke, Katie!

Mittwoch, 3. August 2016

Blog mit Löchern.

Eigentlich wäre es an der Zeit, die vierten Schlummerschnitte für die Kinder freizuschalten. Stattdessen zeige ich euch endlich den dritten und muss den vierten noch nähen, während Nummer fünf und sechs fast fertiggestellt, aber noch nicht abfotografiert sind. Bloggen kostet Zeit.
Nicht, dass ich das nicht schon immer wusste. Aber nach vielen Kommentaren, die ich die letzten Monate anhören durfte, und den ganzen Sommerlöchern, die sich überall auftun, habe ich genau nachgedacht. Eigentlich schreibe ich den Text gerade von meiner Seele. Das, was einen Blog ausmacht. Der Text. Und Fotografien. Aber eben die kommen derzeit zu kurz. 


Es ist nicht so, dass ich Fotografieren hasse. Ich liebe es. Ich hasse es aber täglich durch die Stadt zu hetzen, um bei der und der Sonneneinstrahlung auf dem letzten Stück Rasen meine Tochter oder meinen Mann oder mich in Szene zu stellen. Bloggen soll doch Spaß machen. Es ist doch ein Hobby und geht doch um das, für was der Blog steht. Wenn wir dann aber verschwitzt nach hause kommen und ich gefühlt 90% der Bilder in den Papierkorb schieben kann und dafür zehn Minuten lang mein Kind ständig aufgefordert habe zu "lachen", dann ist diese Zeit, die wenige die wir gemeinsam haben, irgendwie vergeudet. Deshalb kommt in letzter Zeit sehr wenig von mir. Nicht weil ich nicht nähe, sondern weil ich die Zeit, die wir haben, genießen möchte. Und zwar im Hier und Jetzt! Indoor Fotos sind genau die gleiche Qual, bezüglich der Lichteinstrahlung. 

Fristen, die ich mir dann noch im Hobby setze, nehmen mir die Luft zum Atmen. Ich muss nicht ein Buch bis zu genau dem rotumkringelten Datum im Kalender gelesen und die Spülmaschine innerhalb von 30 Sekunden geleert und wieder befüllt haben. Zeitdruck ist das, was den Eltern laut einer Studie sehr zu schaffen macht. Deshalb genieße ich einfach die Zeit, die wir - gerade im Sommer - draußen genießen können. Fotos sind schön und gut, aber Erinnerungen bleiben uns im Endeffekt. So ist es auch beim Nähen. 

Ich kann ein Kleidungsstück nähen und erinnere mich manchmal an die Tortur, durch welche wir zusammen gegangen sind. Oberfaden gerissen, Unterfadenspule leer, Fehlstiche, Auftrennen, Schnittmustertetris. Danach bleibt das Gefühl des Stolzes und das ist es, was ich mit den Fotos festhalten kann. Mehr aber nicht. Wenn der Stolz dann nicht verstanden wird, ist es wie ein Stich im Herz, welches man beim Bloggen hin und wieder bekommt. Wieder keine Resonanz? Keine Kommentare? Nur fünf Däumchen? Und ich saß dafür drei Stunden an der Maschine, zwei Tage am Planen des Beitrages, eine Stunde am Fotografieren und Bearbeiten (teils ist das noch untertrieben!). Deprimierend. Manchmal ist Bloggen auch das. 


Oder purer Stress, in welchen man sich selbst verfrachtet, sei es durch diverse Probearbeiten, die sich hin und wieder verlängern, teils auch verkürzen, Gewinnspiele, Sew Alongs. Warum macht man das auf seinem Blog? Für die meisten von uns ist es Hobby. Kein Gewerbe. Die wenigsten verdienen was daran. Außer eventuell Däumchen und Ruhm, hin und wieder Probearbeiten (aber man arbeitet unter Mindestlohn für den Erhalt einer Datei, evtl bekommt man Gutscheine dazu oder anderes! Dieser Lohn wird aber seltenst (bei manchen Designern sieht es anders aus) der Arbeit gerecht). Manche geben sogar noch Geld in einen hobby-Blog. Inlinkz, Sponsored Beiträge via Facebook, Werbeschalten, all das kostet. 

Es stecken viele Kosten in einem Blog. Und zurzeit eben auch wenig Resonanz. Gerade im Sommerloch. Facebook ist da eine Alternative, die meisten schauen nur Fotos an. Kurze Texte werden auch noch gelesen. Aber man darf Blog und Facebook nicht vergleichen. Es sind zwei andere Medien, sie sprechen andere Menschen an. Und ich vermisse es auf meinem Blog unterwegs zu sein - wann und wo und wie ich will - und dass ich Texte anderer Blogger lesen kann. Das Sommerloch wird also eine Besinnung. Back to the roots. Mein Blog muss wieder mein Medium werden. Mit weniger Stress. Mehr Löchern. 

Deshalb gehe ich mit dem #kinderschlummerschnitt von letzter Woche online, und nähe in Ruhe mein Top-Kinderschlummerschnitt. Zurzeit repariere ich Liegengebliebenes (Knöpfe annähen, etc), nähe nach Lust und Laune - drei Capones, zwei Streifenshirts, drei Marthas. Die ich euch nach und nach präsentiere, wie es mir reinpasst. Und zu den Shorty Legs von Sara&Julez, präsentiere ich euch noch den Schnitt Krumm und schief von Jojolino, sowie die neue Kakteendatei von Paul&Clara, welche ich probeplotten durfte. ;)


An InLinkz Link-up

Schnittmuster: Krummundschief von Jojolino in Größe 98 / 104 und ShortyLegs von Sara&Julez in Größe 104 
Stoff: Lillestoff
Plott: Kaktusfreunde von Paul&Clara

Ab damit zu Ichnähbio, Kiddikram, ZeigtNeues, Meitlisache 

Donnerstag, 28. Juli 2016

DANKE sagen!

Heute ist es ein Post, der an viele Menschen gerichtet ist. An die Menschen, die mich mein Leben begleiten, die viel Verständnis die letzten Monate für mich aufbrachten, die uns unterstützten, und die uns den glücklichsten Tag meines Lebens bereitet haben - nach der Geburt unserer Kleinen. Denn das steht eher noch über der Hochzeit. Ich zeige euch heute Fotos unserer Hochzeit, ich sage dabei denen danke, die wir so lieb gewonnen haben und durch den Tag noch ein wenig mehr!






1. Danke an meinen Mann!
Ich bin so stolz, ihn jetzt meinen Mann nennen zu dürfen! Alles, was wir die letzten Jahre durchgemacht haben, hat uns immer näher zusammengebracht. Ich weiß er steht immer hinter, vor, neben und über mir, ist immer da, selbst wenn uns Kilometer trennen. Danke, dass wir diese wundervolle Tochter haben dürfen, dass du mir die wunderbare Hochzeit gestattet hast und ich dabei freie Hand hatte.

2. Danke Sophie!
Dass du da bist, dass du uns zu stolzen, glücklichen Eltern machst, selbst wenn du es faustdick hinter den Ohren hast. Danke, dass du uns eine so tolle Hochzeit bereitet hast, ganz brav und liebevoll. Ich liebe dich!


3. Danke an unsere Trauzeugen!
Ihr habt einen super Job gemacht und werdet ihn sicherlich auch in Zukunft machen. Für mich seid ihr Geschwister! Nun habe ich endlich eine Schwester, aber auch noch einen Bruder mehr! Danke, dass ihr da seid.


4. Danke an unsere Eltern / Schwiegereltern!
Erstens dafür, dass ihr uns erzogen habt und zweitens immer unterstützt. Wir können auf euch zählen und das wissen wir wahnsinnig zu schätzen! Danke, dass wir da sein dürfen, dass ihr uns unsere Leben geschenkt habt und dass ihr uns akzeptiert, wie wir sind!


4. Danke an unsere Geschwister und Schwager  / Schwägerinnen.
Wir wünschen uns so sehr, dass die Konstellation, wie sie gerade ist, für immer bleibt (und natürlich noch jemand dazukommt). Ihr seid uns sehr wichtig, mit euch können wir reden, immer zu euch kommen. Auch wenn wir alle verschieden sind, sind wir uns doch immer nah. Danke für eure Hilfe in der Vorbereitung! Ohne euch wären unsere Leben unvollständig!


5. Danke an den Rest der Familie!
Cousins, Tanten, Onkel, Großeltern. Wir sind froh euch alle zu haben und so eine große Familie zu haben! Die hinter uns steht, auch wenn wir das nicht immer sehen!


6. Danke Michael!
Du bist du. Mehr gibt es nicht zu sagen. Wir sind dir sehr dankbar!


7. Danke Barbers (PF).
Du hast es geschafft, dass ich mich nicht verkleidet gefühlt habe, sondern pudelwohl und auch wie eine Braut. So spontan, so wundervoll. Danke auch an Noni Mode für die Individualisierung unserer Accessoires und dir Simone für das wundervolle Brautkleid. Danke Mama für das Schuheshoppen, obwohl wir es so hassen und dir danke Sandra, dass du meinen Strauß aus den USA mitgebracht hast!


8. Danke liebe Gemeinde!
Ihr seid auch unsere Familie, Geschwister im Glauben. Danke, dass ihr dabei ward, dass ihr uns geholfen habt, dass wir die Räumlichkeiten nutzen durften. Danke für das Fingerfood, die Geschenke, und einfach alles. Jeder einzelne von euch ist wunderbar! Wir und unsere Gäste haben uns so wohlgefühlt!


9. Danke an alle, die Essen gebracht / gemacht / gekauft haben (Ihr wisst schon, wen ich meine!)


10. Danke für eure Worte und dass ihr uns getraut habt!
Es war so persönlich, einfach auf uns abgestimmt. Perfekt für uns! Danke dafür!


11. Danke für die Musik!
Liebes Singteam und lieber Kinderchor, ihr habt wundervoll gesungen! Die Lieder, die wir aussuchen durften, uns zu Tränen rührten, uns beruhigten. Ich wünschte, ich könnte auch so singen! Und auch unserem DJ abends. Du hast einen super Job gemacht, denn die Tanzfläche war gut gefüllt!


12. Danke für das Design und die Dekohelfer!
Lieber Philipp, du bist unbezahlbar, ich weiß das. Ich wünsche, ich kann dir das alles zurückgeben, wenn du mal heiratest. Alle anderen, die mir beim Dekorieren halfen, ich bin euch so dankbar! Ihr wisst, wie wichtig mir all das war.


13. Danke Thulashaa!
Für deine wunderbare Hochzeitstorte und all die Desserts! Ich habe dich so lieb! Du bist für mich eine super Freundin geworden und ich gebe dich nicht mehr her!


14. Danke Erika!
Dafür, dass wir immer auf dich zählen können und dafür, dass Sophie noch eine Omi mehr hat!


15. Danke Greta und Laura! Dafür, dass ihr so spontan ward und tolle Blumenmädchen! Danke auch an unseren tollen Blumenladen!


Danke dir Gott, dass du uns so tolle Menschen an die Seite gestellt hast! Dass alles so wunderbar klappen durfte!

  • Danke Eva und Andy für die tollen Fotos
  • Danke Simone für das Helfen bei den Torten
  • Danke unser lieber Küchenteam!
  • Danke Christiane, Kerrie und Simon für die Hilfe!
  • Danke an die Mädels und Jungs für unsere tollen Junggesellen- / Junggesellinnenabschiede
  • Danke Mama für das Nähen!
  • Danke an dich Micha, und an dich Jürgen. Ihr wisst wofür!
  • Danke an die tolle Photobooth
  • Danke Melanie und Robin für das Üben des Hochzeitstanzes
  • Danke an alle Designer, die Nachsicht mit mir hatten, weil ich eine Pause brauchte!

Herzlichst, eure Ephrata

Dienstag, 26. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #3 [Shorts und Panties]

So. Erstmal ein kurzer Einwand. Ihr dürft die Panties auch beim Thema Unterwäsche vernähen. Kein Problem. Wie es euch passt. Zweiter Einwand: Sexualisierung von Kindern tabu! Es ist kein Problem sein Kind mit Shorts zu zeigen. Im Alltag laufen sie auch so rum. Es ist aber eine Frage des "wies". Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn eure Fotos irgendwo in den Weiten des Internets auftauchen, ich möchte nicht, dass eure Kinder breitbeinig irgendwo sitzen, evtl Unterwäsche hervorblitzt. Das heißt: diese Woche ist es noch ausdrücklicher als eh schon erlaubt die Kleidung ohne Kind zu zeigen. 

Zweitens, mein Kind möchte gerade keine Shorts anziehen und so ärgere ich mich umso mehr, dass ich ihr überhaupt eine genäht habe. Wir sind langsam in der absoluten Mädchenphase angekommen: Kleid. Wenn es geht mit Glitzer und Pink-Rosa-Lila-Pferdchen-etc. Grün?! Geht gar nicht. Und so stehen wir jeden Tag da und möchten unserem Kind die Kleidung verkaufen, als wären wir Verkäufer in einem Einzelhandelsladen der Innenstadt. Irgendwann wurde es mir zu bunt und da ich eigentlich vor zwei Tagen schon online gehen wollte, habe ich beschlossen, sie nun ohne Kind zu zeigen.

Ich weiß also noch nicht einmal ob sie passt, aber trotzdem gibt es wieder einmal meine Bewertungskriterien. Es handelt sich um die Shorty Legs von Sara&Julez, welche es auch für Damen gibt. Die Kinderversion ist UNISEX und in Doppelgrößen (56/62 bis 164/170) vorhanden. Das heißt es können genug Sommermonate versorgt werden!


  • Praxistauglichkeit: Diesen Test werden wir nachholen müssen, ich denke aber das es vom Schnitt her auf jeden Fall gut durch den Alltag kommen wird. Allerdings mit Gummiband anstatt des Bündchens... ...wäre sicherlich noch mehr Sicherheit vorhanden.
  • Größe: Die Doppelgrößen finde ich super. Ich bin gespannt, ob es passt, gerade mit "nur" Bündchen. Denn wenn es rutscht, werde ich wieder einmal - wie so oft - auftrennen müssen und nachjustieren. 
  • Erklärung: Das eBook ist gut aufgebaut, anfangs findet man ein Inhaltsverzeichnis, eine Materialliste, eine Größenübersicht (für den Druck). Diese verschiebt sich aber bei einem makerist Kauf immer, wodurch man nochmals genau schauen sollte - gilt für fast alle Designer bei makerist, nur wenige schauen danach, dass sie es dann in einen ZIP-Ordner verpacken. Auch einen Stoff- und Schrägbandverbrauch findet man vor. Die Erklärungen reichen aus, um den Schnitt erfolgreich nachzunähen, manchmal fände ich Knipse oder weitere Erläuterungen vorteilhaft (Gerade bei den Taschen und auch einen Knips, um zu zeigen, wo die Rundung beginnt!). 
  • Einfachheit des Nähens: Je nach Größe, welche man näht, ist es eine kleine Fummelarbeit. Mein Falzband war aber auch nichts, was mich begeisterte und so fiel mir dies besonders schwer. Die Taschen anzunähen empfinde ich persönlich als etwas unsauber, was aber auch an meinem Jersey, der sehr dünn war, liegen kann. Vielleicht nicht unbedingt ein Einsteigerprojekt. Eine Möglichkeit mit Bündchen (Einfassen) fände ich zusätzlich schön.
  • Stoffverbrauch: Der Stoffverbrauch ist gering, was super ist. Ich habe Reste verwendet!
  • Wiedernähwert: Noch fragwürdig. Erstens weiß ich noch nicht, wie es an meiner Tochter sitzt, zweitens bräuchte ich ein anderes elastisches Schrägband! Wer Tipps hat für gute vorgefalzte, nicht zu teure, Schrägbänder (ELASTISCH!), darf sich gerne an mich wenden.
 Aber jetzt werde ich erst noch meine weiteren Kleider (Liz von rosarosa und Mary von Schnittgeflüster), sowie Bolero und Cardigan präsentieren und dann ein paar Panties nähen! Diese könnt ihr noch verlinken - nächste Woche widmen wir uns dann dem Thema "Tops", und da habe ich wirklich wenige Möglichkeiten!


Dienstag, 19. Juli 2016

Ein bisschen Glitzer und nachdenkliche Worte

Ich möchte euch heute das Hochzeitsoberteil für die Hochzeit zweier ganz lieber Menschen zeigen. Das Shirt habe ich schon für unsere Hochzeit genäht, dazu gab es dann einen Tüllrock und fertig ist das Kind. Dazu einen etwas nachdenklichen Text. 


Als ich mich relativ spontan in meine alte Kreisstadt Calw (Hermann Hesse Stadt) machte und innerlich auf mein Bloggertreffen mit vier wunderbaren Mädels machte, las ich endlich mal wieder ein Buch auf meinem eBook-reader. Happiness Project heißt es und fragt mich bitte nicht, worum es die ersten 15% des eBooks ging. Ich komme kaum zum Lesen von Büchern, wenn mache ich es intensiv oder doch so, dass ich nach Kommasetzungs- und Rechtschreibungsfehlern suche. Wenn ich eBooks lese markiere ich mir prägnante Sätze. Beim Happiness Project sind das dann Hilfsmittel, die meine Einstellung und damit wohl mein Leben im Allgemeinen positivieren sollen. Zum Beispiel, sich vom Alten zu trennen ähnlich simplify your life oder selbst machen bevor man schlecht über andere denkt und sie vollnörgelt (Ja ich versuche mich auch darin!). Aber hauptsächlich stach mir ein Satz ins Auge, der so klang wie "als Mensch braucht man Wachstum, um glücklich zu sein". Ja, man könnte dies auch als kapitalistisch angehaucht empfinden. Aber es stimmt. Zumindest bei mir. Ich suche nach ständiger Fortentwicklung und stecke Rückschläge schlecht weg, aber noch schlimmer ist dieses Stehenbleiben. Auch blogtechnisch gesehen. 


Die letzten Wochen kam wenig von mir. Erst die Hochzeitsvorbereitung, dann die Hochzeit, dann die Nachbereitung. Ich habe vieles zu verbloggen oder viele fertigen Werke, aber mir fehlt die Muse. Das war vor einigen Wochen noch anders. Kein Tag verging, an dem nicht einer von unserer Familie davor bzw dahinter stand. Kein Tag verging ohne fertiggestellte Probenähwerke und täglichen Blog- und Facebookbeiträgen. Es nahm teils überhand, dieses Wachstum, stimmte mich glücklich... Teil einer großen Familie zu sein, mit manchen stets von einem zum nächsten Probewerk zu hopfen. Aber kurz vor der Hochzeit empfand ich dann ein Loch und danach spürte ich, wie nervenaufreibend es teilweise war. Ich habe mich bzw uns als Familie beobachtet und mich dann doch wieder für das "kleine" entschieden. Dank dem Bloggertreffen auch nochmal bewusst. Es gibt meine Familien, die Stammteams und trotz dass man nicht bei jedem Treffen dabei ist, weiß man im Notfall sind sie da. Es gibt die Familien, in denen man das kleine schwarze Schaf ist, dabei sein "muss" und irgendwie trotzdem abseits sitzt und in manchen fühlt man sich einfach auch nicht so 100% sich selbst. Das soll jetzt niemanden angreifen. Aber ich gehe bewusst einen neuen Weg. Von ein, zwei Teams habe ich mich getrennt. In einigen verbleibe ich weiterhin. In meinen Familien. Denn in ihnen wachse ich und wachse mit manchen Menschen zusammen. Es gibt Nähschwestern. Und Liebe darunter. 


Es gibt einen neuen Weg, den ich beschreiten werde. Und ich bin gespannt auf die Zukunft. Mein erster Weg ist, langsamer. Reduktion. Aber Intensivierung. Die Liebe zu finden. Der zweite Schritt ist, wachsen am Können bzgl Material, Schnitten, Korrektur, aber auch der Leidenschaft zum Blog. Fotografie und Texten. Der dritte ist, das zu machen, was ich wirklich will, nicht aus dem Gefühl heraus zu müssen. Denn deshalb fiel die Leidenschaft auch wieder herab. Der vierte ist. Ich wachse anders. Manche wissen es. Meine Nähschwestern. Ich habe eine Vision. Sie ist nicht einfach zu verwirklichen. Das Leben ist nicht einfach, es hat Tücken. Aber, es gibt Liebe. Überall, wo das Nähen ist, ist auch Liebe und Leidenschaft.

Sonntag, 17. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #2 [Boleros, Cardigans, Westen]

Dieses Thema finde ich absolut passend zu jedem Wetter. Deshalb nähe ich wirklich gerne Boleros, Cardigans und Westen. Bei den Erwachsenen Schlummerschnitten durfte ich euch die Unterschiede vorstellen, falls es jemand lesen möchte hier entlang. 


Heute kann ich dazu nur Schnittmuster und Co vorstellen, was mich persönlich immer ein wenig langweilt. Mein Blog ist irgendwie kein reiner Vorstellungs- und Werbeblog und das wird er so auch nicht werden. Ich weiß nämlich nicht wie ich Schnitte in langen Texten vorstellen soll, wenn sie nicht so viel Variationen übrig lassen. Dafür habe ich mir ja meine persönliche Challenge gesetzt (#nähesnochmal) und beschlossen erst nach jeder Variation, die ich dann mindestens einmal genäht habe, eine Rezension zu geben. Sowohl zu Schnitt, Anleitung, Verständlichkeit, etc.

Um es dieses Mal doch abwechslungsreicher zu gestalten, habe ich beschlossen euch diese Woche drei Schnitte, die bei mir geschlummert haben, und natürlich zum Thema passen, vorzustellen. Anfangen möchte ich mit dem Bolero "Cara" von Rosarosa, den man gemeinsam mit Elise (Letzte Woche!) im Bundle kaufen und nähen kann. Ich habe mich für einen Bolero aus Sweat in der einfachen Kragenform ohne Puffärmel entschieden. Möglich sind also noch Ärmelvariationen (Länge, Puffärmel) und beispielsweise eine Kapuze. Das kommt dann in der #nähesnochmal Challenge für Kinder. Meine Kleine liebt ihren Bolero und ich mein Gewissen, welches dadurch verbessert wurde. Nach zwei rosarosa Schnitten kann ich nun auch sagen, dass ich immer wieder bei ihr kaufen würde, auch wenn ich das dieses Jahr nicht muss. Ich finde die Anleitungen ausführlich erklärt und auch für Anfänger geeignet. Die Größenpassform ist bei uns zwar nicht gegeben, was wir schon kennen und was auch mit dem geringen Gewicht zu tun hat, aber man könnte ja auch Maß nehmen. Wie macht ihr das bei euren Kindern? Maß nehmen? Ich habe ein wenig Respekt davor, denn mein kleiner Kasper wird sicherlich nicht ruhig stehen bleiben. Das sehe ich bereits an den U-Untersuchungen beim Kinderarzt.


Um euch den Schnitt noch genauer vorzustellen, habe ich beschlossen die Kriterien wieder einmal zu benutzen, wie ich es bereits letzte Woche bei dem Thema "Kleid machte". Apropos Kleid: Ihr dürft euch noch exakt eine Woche lang verlinken. Nächste Woche startet das Thema Shorts und Panties. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt.
  • Praxistauglichkeit: Zur Praxistauglichkeit kann ich nicht allzu viel sagen, denn für mich zählen Boleros zu Festtagsoutfits. Gerade unser glitzernder Sweat passt nicht zu jeder Gelegenheit. Da der Schnitt bei uns jedoch (noch) reichlich ausfällt, rutscht er hin und wieder von den Schultern. Behebbar ist dies sicherlich mit Bindebändern (in der Anleitung vorhanden), gerade bei kleinen Kindern eine gute Alternative!
  • Größe: Cara kann man ab Größe 74 bis Größe 170 nähen. Eine ziemliche Range umfasst dieser Schnitt also und so haben wir noch einige Gelegenheiten ihn zu nähen (Wir sind bei Größe 104, eher noch 98). Insgesamt fällt er bei uns groß aus, aber nicht zu sehr, sodass ich ihn auf jeden Fall als größengerecht ausschreiben würde. Auch sind die Anpassungen wieder gut beschrieben. Könnte ich mein Kind ausmessen, würde ich natürlich auch anpassen. Bei mir mach ich dies auch.
  • Erklärung: Auch Cara kommt im typischen rosarosa-Layout und -Aufbau daher. Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Erklärungen zum Schnitt, Bildern mit Variationsmöglichkeiten, Materialtipps, Tipps zum Drucken, Stoffverbrauch und dann die Anleitung zum Zuschnitt und Nähen. Exakte Angaben zu jedem Detail und zu jeder Variationsmöglichkeit machen Cara zu einem anfängertauglichen eBook, welches ich nur empfehlen kann!
  • Einfachheit des Nähens: Ich habe bisher nur die Standardjacke genäht und kann folglich nur für diese sprechen. Da alles exakt erklärt ist und viele Tipps und Tricks sowie eine Fotoanleitung vorhanden sind, aber auch der Schnitt kein Expertenschnitt darstellt, würde ich es als relativ einfach empfinden. Wenn man viel bügelt, auch einmal absteppt, sieht Cara nicht selbstgenäht aus. Natürlich ist die Faltenlegung an Rücken und Ärmeln eine kleine Herausforderung, aber diese kann jeder meistern!
  • Stoffverbrauch: Der Stoffverbrauch und auch Stoffempfehlungen sind in tabellarischer Form und für zwei Versionen vorhanden: Die Standardjacke mit langen Ärmeln und die Kapuzenjacke mit langen Ärmeln. Dabei ist der Stoffverbrauch selbst bei Größe 170 bei knapp einem Meter (107cm), los geht es bei 40cm. Auch Maßeinheiten zu Gummibändern und Bündchen sind angegeben.
  • Wiedernähwert: Extrem hoch. Es gibt ja noch eine weitere Version (Kapuze) oder auch die Möglichkeit Bindebänder anzubringen und da der Schnitt bis 170 geht und hervorragend zu Elise passt, welche ich euch letzte Woche zeigte, wird er sicherlich ein Festtagsoutfit-Liebling!

Nun dürft ihr eure Boleros, Cardigans und Westen zeigen. Die Linkparty ist bis zum 31.07.2016 um 23.55 Uhr verfügbar und ich bin gespannt auf eure #kinderschlummerschnitte. Auf Facebook dürft ihr euch natürlich zu meinem Beitrag verlinken. Auch den Hashtag oder eine Verlinkung meiner Seite (@ephissophie) ist möglich. Ich freue mich über eure Teilnahme und nicht vergessen: nächste Woche geht es hier weiter! Und die Kleider laufen noch!


An InLinkz Link-up

Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Cara von rosarosa in Größe 104
Stoff: Sweatshirtstoff von Swafing in Mint-Glitzernd 

Ab damit zu IchNähBio, Kiddikram, Meitlisache

Sonntag, 10. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte #1 (Kleider und Tuniken)


Ich weiß nicht, ob der Plural von Tunika Tuniken oder Tunikas ist. Ich finde Tuniken klingt besser. Es ist wie Kakteen statt Kaktusse bzw. Atlanten anstatt Atlasse. Neue deutsche Rechtschreibung bzw. Rechtschreibung allgemein ist mein Gebiet und genau deshalb kam ich kaum zum Nähen liegengebliebener Schnitte. Ich bin in vielerlei Teams zum Probenähen, Probeplotten, Probeapplizieren gelandet. Oftmals denke ich, gerade auch weil ich gerne Korrektur lese. Darunter leideten meine Schnitte, die ich gerne abgearbeitet hätte. Elise zum Beispiel von Rosarosa. 


Der Schnitt lag aber auch herum, weil ich keinen Chiffon oder Tüll nutzte und mich die ganzen wundervollen Beispiele im Internet abschrecken. Da kann ich nicht mithalten dachte ich.
Aber da ich eine Ebook Flatrate von Rosarosa gewonnen hatte, war es für mich schier unmöglich, noch länger zu warten und die Schnitte liegen zu lassen. Mein schlechtes Gewissen plagte mich und so nahm ich mir vor, passend zur Hochzeit, Cara & Elise zu vernähen. Elise zeige ich euch heute. Cara kommt dann beim Thema Bolero dran. Ich bestellte also Chiffon und nahm mich dem Schnitt an. Und finde ihn wundervoll. Meine Tochter fühlt sich wie eine Prinzessin und ich bin ein wenig erleichtert, denn mein Gewissen und ich sind wieder im Einklang. Gestern auf dem Geburtstag ihres Papas kam der Schnitt auch sehr gut an. Trotzdem habe ich beschlossen, ein wenig zu "beurteilen". Deshalb verteile ich Sterne zu Praxistauglichkeit, Größe, Erklärung, Einfachheit des Nähens, Stoffverbrauch (und wenn euch noch eine Beurteilung fehlt, gebt mir einfach Infos, was ihr gerne wissen möchtet)! Achtung, es ist meine persönliche Meinung. 


  • Praxistauglichkeit: Chiffon ist ein schwieriger und empfindlicher Stoff. Eine falsche Bewegung und der Stoff könnte sich in Luft auflösen. Für kleine Prinzessinen ist dies natürlich weniger geeignet, deshalb gibt es den Schnitt sicherlich auch nicht für Babys. Auch rutscht bei uns das Kleid beim Spielen erheblich nach unten, der Knoten bzw. die Bindemöglichkeit hält dem Gerutsche nicht Stand. Trotzdem darf sie natürlich damit spielen, man muss eben hin und wieder binden. Spielplatztauglichkeit also weniger, aber für Weihnachten und weitere Feiertage und Feste ein wundervolles Kleid.
  • Größe: Das Tolle an Elise ist, dass man es durch die Bindemöglichkeit immer ein wenig zurechtjustieren kann, allgemein fällt es bei uns immer etwas größer aus (rosarosa-Schnitte), das Kleid aber nicht zu extrem. Genäht habe ich eine 104. Es kann sicherlich durch den Jersey und den Chiffon noch ein runderes Kind darin Platz finden, ansonsten gibt es aber Empfehlungen, um den Schnitt maßzuschneidern. Die Größe ist super!
  • Erklärung: Das eBook gibt einem alle Informationen, die man zum Schneidern braucht. Mir fehlte nichts. Sowohl Stoffart, Zuschnitt, Verbrauch, als auch Nähschritte wurden wunderbar geleitet. Der Aufbau gefiel mir dabei sehr.
  • Einfachheit des Nähens: Chiffon ist wie gesagt nicht der einfachste Stoff, ich habe auch nicht per Maschine und Hand gekräuselt, sondern Framilon genutzt. Wenn man die Tipps beachtet (Geradstich und Versäubern, vorsichtig Bügeln) kommt man damit aber super zurecht. Mit einem elastischen Schrägband lässt sich der Ausschnitt super einfach einfassen, mit Tüll wird es noch probiert. Es ist nicht schwer, man muss sich nur trauen!
  • Stoffverbrauch: Den Stoffverbrauch kann man im eBook nachlesen. Hoch ist er nicht, man benötigt eben zwei Arten des Stoffs (Chiffon / Tüll und Jersey), sowie Schrägband. Der Jersey (ein Meter) reichte bei uns noch für eine Mütze und eine Hose.
  • Wiedernähwert: Extrem hoch. Es gibt nämlich die Sommererweiterung zum Maxikleid und andere Ausschnittmöglichkeiten, sowie die Tüllversion. Der Schnitt spricht jedes Mädchen an und für Festtage kam mir noch kein besserer Schnitt unter. Danke rosarosa.

Da ich aber noch mehr Kleiderschnitte auf der Seite liegen ließ, habe ich beschlossen euch noch Liz und einen weiteren Schnitt innerhalb der nächsten zwei Wochen zu präsentieren. Es geht nicht, dass ich mit einem Schlummerschnitt Werbung mache, den ich vor Wochen genäht habe (bis dato war es aber ein Schlummerschnitt). Wer von euch auch sein Gewissen ein wenig beruhigen möchte, darf hier seinen #kinderschlummerschnitt verlinken oder auch einen Link unter meinen Facebook-Beitrag setzen. 

Die Regeln findet ihr hier:
- Schlummerschnitte sind Schnitte, welche bis Ostern 2016 gekauft und veröffentlicht wurden, aber noch nicht von dir genäht.
- Beachte die Wochenchallenge und dass es ein Kinderschnitt (Bis 18 Jahre!) umfasst
- Füge einen Backlink zu meiner Seite ein (auf Facebook darfst du mich gerne markieren)
- Du hast 2 Wochen Zeit dich zu verlinken. 
Ich bin gespannt auf eure Schnitte! Vielleicht wandert ja einer davon auf meinen Wunschzettel. 




Herzlichst, eure Ephrata

Schnittmuster: Elise von rosarosa
Stoff: Cool triangle von Lillestoff, Chiffon über Wolke 7 (Weiß mit Dots)

Ab damit zu Ich-Näh-Bio, Meitlisache, Kiddkram

Freitag, 8. Juli 2016

Mein Virtuelles Freundebuch #1 [Steffi vom Biofaden]



Nach und nach möchte ich euch wichtige Menschen meiner Bloglaufbahn vorstellen. Designer, Stoffhändler, Blogger mit welchen ich oftmals plauder. Manchmal mehr als virtuell. Manchmal mehr als nur über Stoffe, Schnitte und Co. Manche sind wahre Freunde geworden. Steffi vom Biofaden habe ich mit ihren zwei Mädels auf einen Kaffee getroffen, geplaudert und Wertvolles aus dem Näh- aber auch Realleben ausgetauscht. Eine super liebe Frau mit einer Vision: sie besitzt einen Onlineshop, welcher nur Bioware anbietet, sogar Kurzwaren. Ich wusste bis dato gar nicht, dass es dies gibt. Aber schaut euch ruhig mal bei ihr um!

Kurzvorstellung:
Ich heiße Stefanie Rissler und bin Jahrgang 1977. Seit März 2013 bin ich mit meinem Onlineshop „Biofaden“ am Start. Mein Alltag sieht so aus, dass ich mich um meine Familie und dem Biofaden kümmere. Ich mag es freie Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Verbranntes Essen mag ich nicht.

Seit wann nähst du? Und wie kam es dazu? Ich habe mit 16 Jahren mit dem Nähen meiner eigenen Sachen als Hobby angefangen. Dabei entstanden bequeme Sommerhosen, Röcke, Langarmshirts, Kleider, alles, was schnell und unkompliziert ist. Meine Neugier führte mich zu diesem Nähen; angespornt durch meinen Vater, der selbst daheim bisschen nähte und in dem örtlichen  Jugendtreff gab es zeitweise einen Nähkurs, der mir das Nähen schmackhaft machte.

Welches ist dein am erfolgreichst verkaufter Stoff?
Das kann ich nicht pauschalisieren, da es auch Jahreszeitabhängig ist, was die Kundschaft gerade möchte; z.B. im Spätjahr sind die dickeren Stoffe, wie mein Bio Fleece oder mein Bio Plüsch  gefragt, im Frühjahr sind es die Bio Popeline und Bio Single Jersey, um leichtere Oberteile z.B. zu nähen. 

Wie lange benötigst du für das Einstellen eines Stoffes im Shop? Wie lange für einen Blogbeitrag? Und wie groß ist dein Angebot? 
Für das Einstellen eines Stoffes benötige ich gute Fotos, genauere Produktinformationen, und die entsprechende Kalkulation – also viel Vorarbeit, bis dass ein Stoff in „gefühlten Minuten“ in meinem Biofaden eingestellt ist.
Mit meinen Blogeinträgen verhält es sich ähnlich: sobald ich Informationen bzw. Genehmigungen von Dritten benötige, kann man schlecht sagen, wie lange so ein Eintrag an Zeit benötigt.
Mein aktuelles Sortiment besteht aus Meterware wie z.B. Bio Popeline, Bio Single Jersey, Bio Interlock, Bio Denim, Bio Sweat, Bio Fleece und Bio Plüsch. Dazu kommen noch die jeweiligen Stoffpakte, Bio Nähgarn in 100m, 200m, 500m und 1000m Spulen, die passenden Nähmaschinennadeln von Schmetz, sowie Knöpfe aus Naturmaterialen ( z.B. Holz, Keramik, und Perlmutt )und abschließend Knöpfe aus Metall zum Selbstbeziehen.

Welchen Schnitt nähst du am liebsten? Oder welche Stoffart?
Ich persönlich nähe am liebsten mit Popeline und Jersey. Einen Lieblingsschnittanbieter habe ich noch nicht…

Worauf achtest du besonders bei den Auswahlskriterien von Stoffen, Knöpfen, Garn, etc?
Ich achte darauf, dass der jeweilige Stoff von Herstellern stammt, die schadstofffreie Baumwolle verarbeiten. Außerdem ist es mir wichtig, dass der Hersteller in verschiedenen Zeitabständen in seiner Produktion vor Ort ( z.B. Türkei oder Indien ) den biologischen Anbau und seine sozial gerechte Produktion kontrolliert bzw. von Dritten kontrollieren lässt. Natürlich ist die Stoffqualität z.B. durch ein einigermaßen regelmäßiges Weben bzw. Stricken ein guter Indikator, dass der Stoff langlebiger ist. Die Farben, die verarbeitet werden, entstammen einer Auflistung von ungiftigen Farben, die die Gesundheit nicht beeinträchtigen. Durch Musterschau nehme ich den jeweiligen Stoff in die Hand und kann dadurch sehen und fühlen, wie das Gewebe verarbeitet ist. Somit entscheide ich mich bei jeder neuen Stoffauswahl, für hochwertige Stoffe und unterstütze damit gleichzeitig den verantwortungsbewussten Umgang mit den Menschen und der Natur.

Hast du ursprünglich einen anderen Beruf gelernt?
Ja, habe ich. Von Haus aus bin ich eine Groß/- und Außenhandelskauffrau. Weil es mir einen ganzen Lebensabschnitt Spaß gemacht hat, diesen Beruf auszuüben, habe ich zusätzlich den damaligen Ausbilderschein gemacht und mich zur  Handelsfachwirtin neben der Arbeit ausbilden lassen. Nach einigen Jahren der Ausübung dessen gab es für mich andere Dinge, die zu diesem Zeitpunkt wichtiger war  ( Familie ). Diese Situation erlaubte mir, mich nochmal beruflich grundlegend zu verändern, was ich mit meinem „Biofaden“ schlussendlich auch tat.

Wie sieht deine familiäre Situation aus? Wo wohnst du und mit wem?
Zu mir gehört mein Mann und meine zwei Kinder, die genauso wie Du, in Pforzheim mit mir leben.

Welche Pläne hast du für deine Zukunft?
Mein Ziel ist es, meiner Kundschaft im Biofaden ein breiteres Sortiment anbieten zu können, dass durch eine größere Nachfrage auch preislich nicht mehr so hoch sein muss wie es im Moment ist, damit es fair zu gehen kann.

Was bedeutet Glücklichsein für dich?
Glücklichsein bedeutet für mich persönlich zufrieden zu sein, auch wenn etwas nicht ganz so perfekt ist, wie ich es mir vorgestellt habe.

Was wünschst du dir von der Nähwelt?
Von der Nähwelt wünsche ich mir , dass es immer mehr Leute gibt, die auf Qualität, Fairness und gegenseitigen, ausgeübten Respekt achten. 

Vielen lieben Dank für das Interview liebe Steffi!

Montag, 4. Juli 2016

Kinderschlummerschnitte Eröffnungspost!



Ich starte nun mit euch in die #kinderschlummerschnitt(e) - Reihe, denn beim Ausmisten des Kleiderschranks von Sophie bemerkte ich eine gähnende Leere. Es ist wirklich merkwürdig, denn ich nähe so viel, aber ich habe immer das Gefühl, dass wir nie das passende im Schrank haben. Zum Glück kommt uns das Wechselwetter entgegen. Strumpfhose unter das Sommerkleid und es passt und auch unser Sommerurlaub wird eher bei 25 als 35 Grad verbracht, das heißt, wir brauchen keine zehn Shorts. Was wir aber brauchen ist die Lust am Nähen: schnelle Projekte, ausführliche Projekte, Herausforderungen, Zwischendinger. Und dabei Liegengebliebenes verarbeiten. Ich habe so viele Kinderschlummerschnitte, die sich ähneln, die nicht perfekt zu meinem Kind passen, die einfach liegenbleiben aufgrund von Probenähen. Das geht so nicht mehr. Deshalb habe ich beschlossen, natürlich im Einverständnis mit Yvonne und Lisa, in der Zwischenzeit die Kinderschlummerschnitte aufleben zu lassen. Da es nicht groß aufgezogen wird, werde ich nur das Titelbild etwas ändern. Die Wochenthemen zeige ich euch erst einmal so. Mein Bruder hat die letzten Monate so viel für mich geleistet, dass ich ihn nicht weiter stören möchte.
 
10.07 Kleider, Tuniken
17.07 Boleros, Cardigans, Westen
24.07 Shorts und Panties
31.07 Tops
07.08 Röcke
14.08 Hosen, Leggings
21.08 Jacken, Sweatjacken
28.08 Hüte, Mützen, Unterwäsche, Accessoires 
05.09 Shirts
12.09 Herausforderung
19.09 Abschlusspost!

Dann ist September und wir haben eine wunderbare Verschnaufpause bis Oktober/November, wenn wir mit den Schlummerschnitten Runde Zwei beginnen beziehungsweise in die Winterschlummerschnitte starten. 


Wie ihr sehen könnt, ziehe ich diese Reihe alleine auf. Das heißt, ich werde nicht immer sofort zur Verfügung stehen. Zwischendurch bin ich sogar 15 Tage nicht wirklich verfügbar. Das heißt, ich bereite mich jetzt konsequent darauf vor. Dieser Sew Along fällt ja auch mitten in die Ferienzeit... Aber was muss, das muss. Für die Herausforderung gebe ich uns sieben Tage Zeit. Es soll ja eine Herausforderung sein. Ansonsten habe ich versucht sommerlichere Outfits nach vorne zu ziehen, sodass wir am Ende sogar schon Herbstschnitte nähen können.

So nun zu den Regeln. Sie sind eigentlich ähnlich wie beim #Schlummerschnitte Sew Along. Es dürfen nur Schnitte verlinkt werden, welche noch nie genäht wurden und auf dem Computer, in Zeitschriften, als Papierschnitte, etc. verweilten. Sie sollten vor Ostern 2016 gekauft worden sein. Bzw. veröffentlicht worden (wenn ihr nichts Passendes sonst habt, ist das auch okay). Arbeitet jetzt ab, bevor ihr wie ich bei der makerist Aktion zuschlagen wolltet. Probeplotten und -applizieren in Verbindung mit den Schlummerschnitten ist natürlich gestattet. Wir starten sonntags und lassen es vierzehn Tage laufen. Es wird, bisher, keine Sponsoren geben. Belohnt euch doch danach einfach selbst, indem ihr sagt, wenn ich zwei Schnitte nähe, darf ich mir ein neues dafür kaufen. Oder bei drei ein neues. Vielleicht findet sich aber auch ein Sponsor zum Abschluss. Wer weiß?! Ich habe mir einen Wunschzettel aufgeschrieben mit Kinderschnitten, welche ich gerne hätte. Sie wird wahrscheinlich auch in der Zwischenzeit um einige Schnitte erweitert. Bis dahin kaufe ich mir aber keine. Denn als ich die #kinderschlummerschnitte-Liste geschrieben habe, ... Na ihr wisst schon. Wobei die Verwunderung recht groß war. Es sind viele Hosen und wenige Kleiderschnitte. Mal schauen, wie das wird.

Wenn ihr euch zusätzlich zu den Schlummerschnitten gerne zu anderen Linkpartys verlinken möchtet, dann kann ich euch hierfür Empfehlungen weiterleiten. Auf Facebook dürft ihr euch unter meinen Originalbeiträgen verlinken. Schaut doch einfach mal in der FAQ und den Regeln zum #Schlummerschnitte-SewAlong vorbei. Ach und wenn wir schon bei Kindern sind: ihr müsst keine Tragebilder machen, ich weiß, dass dies nicht jeder möchte. Das ist in Ordnung. :)


Ich muss mir jetzt meine Schnitteliste am Computer aufschreiben und dann überlegen, welche Schnitte ich euch präsentieren werde. Bin selbst schon gespannt. Gerade bei dem Thema Herausforderung und Jacke. Das wird eine schöne Zeit. Und selbst, wenn nur einer oder mal keiner mitmacht,... Jeder macht es ja für sich selbst. Und danach belohne ich mich auch irgendwie. Oder zwischendurch. Denn ein Kinderschnittmuster lag auch in meinem makerist Warenkorb. Ich gestehe es. Ich kann es auch nicht lassen. Zum Glück sind genug Stoffe vorhanden!

Wer von euch ist denn mit dabei? 
Herzlichst, eure Ephrata